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Mehr Leistungstransparenz gefordert

Kennzahlen müssen aussagekräftiger werden

 

Leitende Manager verlangen zunehmend Kennzahlen, mit denen sie die Kosten in ihren eigenen Management-Kategorien beurteilen können. Abteilungen und interne business units sind daher gezwungen, ihre Leistungen transparenter zu gestalten.

Immer mehr Manager im deutschsprachigen Raum verlangen eine Beschreibung der Kostenstruktur in der Sprache ihrer Erfahrungswelt. Sie scheuen den notwendigen Zeitaufwand, um breiten Erläuterungen der Dienstleister über die Gründe der Preisgestaltung folgen zu können. Offshoring und Outsourcing sind die Wettbewerber zu den internen Strukturen.


Immer mehr Manager fordern den Einsatz marktgängiger Elemete, um Benchmarking zu erleichtern.

Die Top-Manager legen zudem verstärkt Wert darauf, dass das Equipment möglichst aus Standardkomponenten zusammengesetzt ist. So können sie die eingesetzten Prozesse leichter mit den Marktstandards vergleichen. Die Provider müssen ihre Leistungsfähigkeit auch in Benchmarks unter Beweis stellen.


Die Nachfrage nach Kennzahlensystemen für eine geschäftsorientierte Steuerung der IT ist in diesem Jahr dramatisch angestiegen. Noch bis vor einem Jahr wurden überwiegend technisch-operationale Kennzahlen wie Mips, Gigabyte, usw. herangezogen. Mittlerweile fordert fast ein Drittel der Firmenleitungen Größen wie "Kosten der Bereitstellung einer Anwendung pro Sachbearbeiter" oder "Kosten pro PC-Arbeitsplatz im Back-Office" von der IT-Abteilung an.


Externer Leistungsvergleich möglich

Die Ausrichtung der IT auf Kundensicht ist ein neuer Schwerpunkt von Kennzahlen-Projekten geworden. Die wichtigste Folge kundenorientierter Steuerungssysteme ist eine erhöhte Markttransparenz. Diese wird durch standardisierte IT-Komponenten sichergestellt. Wo sich geschäftliche Kennzahlen durchgesetzt haben, verlangen die Entscheider in 80 Prozent der Fälle, dass ein IT-Produkt aus marktgängigen Elementen besteht. Insgesamt ist die IT-Leistung dennoch individuell. Doch aufgrund der Standardisierung ist nun ein externer Vergleich möglich.


Der individuelle Charakter der IT-Produkte ist auch der Grund, warum die Business Intelligence (BI) allein nicht die notwendigen Steuerungsgrößen liefern kann. Beispielsweise kann die Größe "IT-Kosten pro Sachbearbeiter" in der Versicherungsbranche anders geartet sein als in der Kfz-Industrie. BI-Werkzeuge befreien Unternehmen nicht von der Notwendigkeit, ein eigenes Modell zu entwickeln.

 

Kennzahlen müssen aussagekräftiger werden

 
Die Kennzahlensysteme müssen pragmatisch definiert sein und in das regelmäßige Reporting an das Controlling integriert werden. Dann erfüllen sie die Funktion von Früh-Indikatoren für notwendige Veränderungsmaßnahmen. An dieser Stelle würde sich dann auch der Einsatz von BI-Werkzeugen als sinnvoll erweisen. "Sind in einer Unternehmensanalyse erst einmal die passenden Modelle erarbeitet worden, empfiehlt es sich, die Kennzahlen in BI-Systemen kontinuierlich zu pflegen. So ist das Unternehmen stets auf dem aktuellen Stand". Unternehmensweit müssen alle Prozesse mit Kennzahlen abgebildet sein, so daß Organisationsmaßnahmen, neue Produkte, ... sofort in Zahlen erfasst werden können. Eine einheitliche, gemeinsame Basis ist die Grundlage für alle Abteilungen, um für die Planung auf dem selben Stream seine Simulationen machen zu können.